Grafik Pfarrei Thyrnau
Kindergarten St

Kindergarten St. Franz Xaver – Thyrnau

 

Unter drei mit dabei!

Aufnahme unter dreijähriger in unserem Kindergarten.

 

1. Mutter- Kind – Gruppe im Kindergarten
Die meisten der 0 bis 3 Jahre alten Kinder besuchen die Mutter- Kind- Gruppe, welche am Mittwoch Nachmittag 14- tägig um 16.00 Uhr im Gangbereich unseres Kindergartens stattfindet. Die Mutter – Kind- Gruppe ist dem kath. Frauenbund angegliedert und wird von zwei dafür geschulten Müttern angeleitet.
Dabei lernen die „Kleinen“ die Räume des Kindergartens kennen und knüpfen erste soziale Kontakte noch im Beisein ihrer Mütter.

 

2. Elternecke
Ab November findet alle 14 Tage am Mittwoch Vormittag von 8.00 Uhr bis ca. 11.00 Uhr im Gangbereich des Kindergartens ein Treffen der Mütter mit Kleinkindern statt. Verantwortlich dafür ist der Elternbeirat. Während die Mütter bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zum Austausch haben, dürfen die Kleinen im Gangbereich spielen, in die Gruppen „hineinschnuppern“ und mit den Kindergartenkindern in Kontakt treten.
Auf diese Weise lernen sich Kinder, Eltern und Personal bereits vor dem Kindergarteneintritt kennen.
Die Aufsichtspflicht für die Kleinen Kinder obliegt an diesem Tag den Eltern.

 

3. Nach der Anmeldung:
Nach der Anmeldung im Frühjahr findet im Juli ein Schnuppernachmittag statt, zu dem alle „Neulinge“ mit ihren Eltern in die jeweiligen Gruppen eingeladen werden.
Aufgrund bisheriger guter Erfahrungen werden nach Möglichkeit alle unter Dreijährigen in den ihnen bereits bekannten Gruppen bei ihren Geschwistern und Freunden integriert.
Soziale Verhaltensweisen werden durch Vorbildfunktion älterer Kinder gefördert. Die „Älteren“ lernen Rücksichtnahme für die Bedürfnisse und Eigenheiten der „Kleinen“.

 

4. Wie gehen wir auf die speziellen Bedürfnisse der „Kleinen“ ein
- spezielles Spielmaterial in jeder Gruppe
- Hohe Regale / Spielmaterial für Ältere Kinder befindet sich oben im Regal
- Rückzugsmöglichkeiten / Nebenraum in jeder Gruppe / abgetrennte Ecken im Gruppenraum
- Bei Bedarf bringen Kinder eigene Schlafutensilien mit und haben die Möglichkeit, im Nebenraum zu schlafen (Absprache mit den Eltern)
- Kuscheltiere und Schnuller dürfen mitgebracht werden
- Wickelmöglichkeit im Sanitärbereich zweier Gruppen / jedes Kind bringt eigene Windeln, Cremes und Wechselbekleidung mit
- Treppenbereiche sind in jeder Gruppe mit einer Türe gesichert / die obere Spielebene ist für die „Großen“ reserviert!
- Der Tagesablauf wird in Einbeziehung auf die speziellen Bedürfnisse der unter dreijährigen gestaltet / kurzer Morgenkreis (ca. 10 bis 15 Minuten)
- gleitende Pause bis ca. 10.15 Uhr
- gemeinsame Pause um ca. 11.15 Uhr
- Spezielle Angebote für die „Kleinen“ (Kreisspiele, Fingerspiele, Bilderbücher…)
- Der große Bewegungsbereich im Gang und Turnraum wird während der Angebote für die 4- 6 jährigen speziell von den „Kleinen“ genutzt
- Während der gruppenübergreifenden Angebote für die Schulanfänger kann sich die jeweilige Erzieherin in der Gruppe intensiv um die „Kleinen“ kümmern
- tägliches Spiel im Garten (soweit möglich)
- bei kirchlichen Festen werden die Eltern bei der Aufsicht miteinbezogen (Martinszug, Erntedank, Gottesdienste)

 

 

Unser Kindergarten - ein Teil der Gemeinde

 

Über unsere Gemeinde

 

Die Gemeinde Thyrnau umfasst 2 Pfarreien. Thyrnau und Kellberg.


Zur Pfarrei Thyrnau gehören: Kelchham, Gosting, Gastering, Donauwetzdorf, Schmiding, Hitzing, Weihermühle, Kienzlmühle, Grafmühle, Zwecking, Obersatzbach, Hundsdorf, Maierhof, Panholz, Wanning, Vocking

 

Zur Pfarrei Kellberg gehören: Wingersdorf, Kapfham, Schörgendorf, Leithen, Buchsee, Schmölz, Raßbach, Zwölfling, Fattendorf, Aichet, Niedersatzbach, Kernmühle, Sonnenhang

 

Die Einwohnerzahl der gesamten Gemeinde Thyrnau beträgt ca.4000.

In der Gemeinde gibt es:

- wenig Mietwohnungen

- viele Eigentumshäuser

- viel gut situierte, wenig sozial schwache Einwohner

- schlechte Einkaufsmöglichkeiten

- 2 Schulen (Grund- und Hauptschule Thyrnau, Grundschule Kellberg)

- Bauernhöfe (werden aber weniger)

- Industriegebiet

- Ausreichend Spielplätze

- Viel Wald

- 36 Vereine

- 3 Feuerwehren (Thyrnau, Kellberg, Donauwetzdorf)

 

Welche Vereine haben wir, in denen Kindergartenkinder aufgenommen werden?

Mutter-Kind-Gruppe

Sportverein

Tennis

Reiten

Turnverein

 

Situation der Familien im Ort

- Es gibt wenig alleinerziehende Eltern

- Wenig Großfamilien

- Hauptsächlich Kernfamilien, die in eigenen Häusern wohnen

- Ca. 20 % Einzelkinder

- Die meisten Mütter sind mindestens Teilzeit beschäftigt

- Sehr wenige Ausländerfamilien

- Wenig Andersgläubige

- Viele Katholiken

- Ca. 20% Mehr-Kind-Familien

- 60% Familien mit 2 Kindern

 

Die Situation der Pfarrgemeinde Thyrnau

- Kloster (Zisterzienserinnen-Orden mit Hauswirtschaftsschule und Paramentenstickerei)

- Pfarrkirche

- Lorettokapelle

- Christopheruskirche

- Kindergarten Thyrnau (Trägerschaft Pfarrkirchenstiftung)

- Kapellen in Donauwetzdorf, Hundsdorf, Hitzing, Kelchham

- Mutter-Kind-Gruppen (im Kindergarten)

- Getrennte Wortgottesdienste für Kleinkinder

- Familiengottesdienste

- Es werden im Kirchenjahr viele Feste gefeiert und Bräuche erhalten

- Pfarrheim und Jugendheim

- Pfarrbücherei

- Ministrantengruppe

- Frauenbund


Pädagogik

Leitziele der Einrichtung und Vermittlung von Basiskompetenzen

Unsere gesamte Erziehungs-und Bildungsarbeit richtet sich nach dem bayerischen Erziehungs-und Bildungsplan.
Leitziel unserer pädagogischen Bemühungen ist der beziehungsfähige, wertorientierte, schöpferische Mensch, der sein Leben verantwortlich gestalten und den Anforderungen in Familie, Staat und Gesellschaft gerecht werden kann. Wir sehen uns dabei als Erziehungspartner der Eltern.

Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern. Unser Bemühen ist es, das einzelne Kind dort abzuholen, wo es gerade steht. Wir bereiten die Kinder auf die Zukunft vor. Unser Ziel ist es, aktive, selbstbewusste und selbstsichere Kinder in einen weiteren Lebensabschnitt zu entlassen. Wir wollen die Entdeckerfreude der Kinder fördern und sie zum Nachdenken anregen. Nie sind die Neugier, die Lust am Forschen und die Offenheit für neue Erfahrungen größer als in den Jahren vor der Einschulung.

Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht das Spiel. Es ist die elementare Form des Lernens, denn es hilft den Kindern in die Gesellschaft hinein zu wachsen, Kompetenzen zu erwerben, und eine eigene Identität zu entwickeln. Wichtig sind uns dabei Projekte, die häufig aus Spielaktivitäten hervorgehen. Die Kinder werden zur Neugierde animiert und versuchen selber Antworten zu finden. Dazu brauchen sie Zeit und Ruhe. Gelingt es, diesen Grundstein zu legen, so werden ihnen im späteren Leben Schule und Beruf immer neue Horizonte öffnen.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern liegt uns sehr am Herzen. Wir wünschen uns gegenseitigen Austausch über Beobachtungen und bei Problemen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder. Engagierte Eltern bereichern unseren Kindergartenalltag. Unser Kindergarten soll eine Begegnungsstätte zwischen Eltern, Kindern und Gemeinde sein.

Wir wollen den Kindern eine ganzheitliche, elementare Bildung zukommen lassen.
Wichtig ist uns dabei, Teilziele anzustreben, die der jeweiligen Alters- und Entwicklungsstufe des Kindes angepasst werden. Mit ihrer Verwirklichung soll dem Kind auch der Übergang in die Grundschule erleichtert werden. Mit zusätzlich entsprechender Förderung wollen wir versuchen, Entwicklungsmängel und ungleiche Bildungsvoraussetzungen auszugleichen
Wir begleiten und dokumentieren den Entwicklungsverlauf anhand des Beobachtungsbogens „ Positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag (PERIK)“ .

Die spielerische Förderung des Kindes steht im Mittelpunkt:

Der Kindergarten erfüllt seine Aufgabe vornehmlich durch die erzieherische Wirkung, welche die Gemeinschaft von Kindern bietet und durch individuelles und
freiwilliges Lernen im Spiel!

Was lernen Kinder im Spiel?
- Spielregeln einhalten
- Sich mit Konflikten auseinander zu setzen und sie zu bewältigen
- Freundschaften schließen
- Anderen zu helfen und zu teilen
- Sich sprachlich auszudrücken
- Geduld, Konzentration, Ausdauer
- Positive und negative Erlebnisse zu bewältigen
- Sich „angemessen“ durchzusetzen
- Die eigenen Fähigkeiten und Interessen entdecken und weiter ent-
wickeln
- Sich und andere Persönlichkeiten entdecken

 

Kinder erforschen die Welt im Spiel!
Unsere pädagogische Arbeit versteht sich als ganzheitlich, d.h. sie soll alle Sinne des Kindes mit einbeziehen bzw. ansprechen.

Die Förderung und Entwicklung von Basiskompetenzen sind die Hauptaufgabe der Elementarpädagogik

Kognitive Kompetenz: Denkfähigkeit, Gedächtnis, Wissensaneignung, Wahrnehmung mit allen Sinnen, Kreativität, Problemlösefähigkeit

Physische Kompetenz: Grobmotorik, Feinmotorik. Übernahme von Verantwortung für Gesundheit und körperliches Wohlbefinden,

Soziale Kompetenz: Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Umgang mit Konflikten

Personale Kompetenz: Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, Resilienz (seelische Widerstandsfähigkeit), Selbstbestimmung

Motivationale Kompetenz: Neugier und individuelle Kompetenzen

 

 

Zur Geschichte des Kindergartens

 

 

Wenige Jahre nach der Gründung des Zisterzienserinnenkloster im ehemaligen fürstbischöflichen Jagdschloss Thyrnau im Jahre 1902 eröffneten die Schwestern eine Kinderbewahranstalt, wie man damals sagte. Die Anfänge waren, gemessen an heutigen Verhältnissen, arm und bescheiden. Trotz der langen Zeit blieb diese Einrichtung bei den alten Thyrnauerinnen und Thyrnauern in guter und dankbarer Erinnerung. Viele erzählen noch von Schwester Cäcilia, welche Mühe sie sich gab und wie die Kinder ihr Herz schenkten. Diesem ersten Thyrnauer Kindergarten war jedoch kein langes Leben beschieden, da die Nationalsozialisten ihm ein zwangsweises Ende setzten.
Nach den Wirren des Dritten Reiches wollte man zwar den Kinderhort wieder eröffnen, doch mittlerweile gab es viele neue Vorschriften und Auflagen. Man hätte baulich viel ändern müssen, die erste Kindergartenschwester war älter geworden, junge Schwestern blieben aus.
Erst mit der Erschließung des Baugebietes am Blisselfeld kam es1977 durch Geistl. Rat Horner zu ersten Gesprächen wegen Neuerrichtung eines Kindergartens mit der Caritas. Es zeigte sich, dass die Pfarrei allein aus finanziellen Gründen dies nicht schaffen konnte. So schaltete sich die politische Gemeinde ein. Auch wurde zu dieser Zeit ein Ortscaritasverein gegründet, der den Kindergartenbau unterstützen sollte.
1979 gab Bürgermeister Anetseder im Auftrag des Gemeinderates den Auftrag zur Planung. 1980 konnte der erste Spatenstich auf dem Pfarrgrundstück getan werden. 1981 nahm der Kindergarten seinen Betrieb auf. Im Frühjahr 1982 waren auch die Außenanlagen und der Spielplatz fertig. So konnte am 25. Juli 1982 Caritasdirektor Unterhitzenberger dem schönen und großzügig angelegten Kindergarten den kirchlichen Segen erteilen. Pfarrer Horner, Bürgermeister Anetseder, der Gemeinderat und viele Eltern mit Kindern, ja die ganze Bevölkerung der Gemeinde freuten sich über das gelungene Werk. Auch die erste Leiterin des Kindergartens, Frau Anna Eibl (geb. Schwarz) und ihre Mitarbeiterinnen, Frau Schmeizl und Frau Hartl fühlten sich in dem großzügig angelegten Kindergarten in den beiden Wechselgruppen sehr wohl.
1984 wurde die Trägerschaft dem neuen Ortspfarrer, Herrn Josef Wagmann übertragen. Im Kindergartenjahr 1992 konnten trotz überzogener Belegungszahl nicht alle Kinder aufgenommen werden. Mit der Einführung des Erziehungsurlaubes und Erziehungsgeldes wollten viele Mütter nach dem Erziehungsurlaub wieder ins Berufsleben einsteigen und ihre Kinder während dieser Zeit gut betreut wissen. Somit wurden längere Betreuungszeiten für diese Kinder notwendig.
Außerdem wurden in der Gemeinde neue Baugebiete erschlossen. So wurde im Gemeinderat beschlossen, an den Kindergarten eine Gruppe anzubauen, in der längere Öffnungszeiten angeboten werden konnten.
Im September 1994 konnte der Anbau seiner Bestimmung übergeben werden.
Bereits im nächsten Jahr war die Nachfrage nach Plätzen in der Überzogenen Gruppe so groß, dass der Elternbeirat an den Kindergartenträger Herrn Pfarrer Josef Wagmann und an den Bürgermeister und Gemeinderat mit der Bitte um die Schaffung einer zweiten Gruppe dieser Art. Da diese in den Räumlichkeiten des Kindergartens nicht mehr untergebracht werden konnte, entschloss sich der Gemeinderat für den Neubau eines zweigruppigen Kindergartens in Kellberg. Dieser wurde 1997 seiner Bestimmung übergeben.
Seither wird im Kindergarten Thyrnau mit zwei Überzogenen Gruppen und einer verlängerten Vormittagsgruppe gearbeitet, was nun den Wünschen der Eltern in Bezug auf die Öffnungszeiten weitgehend entspricht.

 


Pädagogik

 

Leitziele unserer pädagogischen Arbeit

 

Soziales Lernen:
- Sich an Regeln halten
- Sich selbst als Teil einer Gruppe sehen
- Verantwortung in der Gruppe übernehmen
- Lernen von Konfliktlösungsmöglichkeiten
- Entscheidungen treffen können
- Warten können
- Teilen können
- Sich eingliedern können
- Rücksichtnahme lernen
- Kompromisse schließen
- Gemeinschaft erfahren
- Beziehungen aufbauen
- Eigene Bedürfnisse und Interessen zur Geltung bringen
- Eigene Gefühle und Ansichten äußern
- Sich Angriffen anderer zu erwehren
- Bedürfnisse anderer zu bejahen
- Eigene Bedürfnisse zugunsten der Gruppe zurückstellen zu können
- Alternativen zu finden und anzubieten
- Partnerschaften einzugehen und Freundschaften zu schließen
- Fremde Lebensformen, Verhaltensweisen, Weltanschauungen und Einstellungen zu achten

 

Methode:
Alters- und geschlechtsgemischte Gruppen fördern im Besonderen das Sozialverhalten. Jüngere Kinder lernen von den Älteren. Ältere Kinder übernehmen Patenschaften für Jüngere und lernen Rücksicht zu nehmen.

 

Integration ausländischer Kinder fördert die Möglichkeit andere Sprachen und Kulturen kennen und achten zu lernen.

Im Rollenspiel können die Kinder verschiedene Lebenssituationen nachspielen. Gesprächs- und Spielkreise, freies Spiel und viele unserer Spielsachen fördern die Kinder im sozialen Bereich.

 

Gesundheitserziehung/ Sexualerziehung
- Anleiten zum eigenverantwortlichen Umgang mit dem Körper
- Unbelastet mit Sexualität umgehen/ Kindern bewusst machen, „nein“ sagen zu können, wenn ihnen jemand zu nahe tritt
- Mit Lebensmitteln sorgsam umzugehen
- Einfache Kenntnisse über Körperpflege und Hygiene
- Über Ursachen und Verhütung von Krankheiten bescheid wissen
- Über mögliche Gefahren von Unfällen und Verletzungen Bescheid wissen und das richtige Verhalten bei solchen zu üben
- Die Bereitschaft zu einer gesunden Lebensweise fördern
- Richtiges Verhalten bei Bränden wird geübt


Methode:
Anleitung zum eigenverantwortlichen Umgang mit dem Körper. Einmal pro Woche wird in jeder Gruppe mit den Kindern gekocht.
Die Feuerwehr besucht uns einmal im Jahr. Besuch des Zahnarztes.

 

Kreativitätserziehung/ Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
- Spielenden Umgang mit Materialien und Objekten
- Sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit verfeinern
- Beschaffenheit und Gesetzmäßigkeiten verschiedener Materialien
und Objekte erleben
- Zugang zu planendem Gestalten zu eröffnen
- Vertrauen in das eigene Tun und die Lernfreude fördern
- Phantasie fördern und dieser Lauf zu lassen
- Die Umwelt in ihren Formen, Farben und Bewegungen sowie in ihrer Ästhetik wahrnehmen und das Wahrgenommene schöpferisch und kreativ gestalterisch umsetzen

 

Methode:
Materialien zum Basteln, Kneten, Schneiden, Kleben und Bauen stehen stets bereit.

 

Medienbildung und Erziehung
Lernen, mit Medien sinnvoll umzugehen
Unterscheiden lernen von Realität und Virtualität.
Verwendung und Funktionsweisen von Informations- und Kommunikationstechnik.
Aufbau von Wert- und Qualitätsbewusstsein

 

Methoden:
Gespräche, Einbau verschiedener Medien, - wenn angemessen - Projektarbeit, Umgang mit Telefon, Computer, CD- Player, Radio, Dias, Fotoapparat, Informationssuche im Internet und Zeitungen

 

Geschlechterbewusste Erziehung
Mädchen und Buben sind gleichwertig und gleichberechtigt- aber sie sind nicht in jeder Hinsicht gleich.
Mädchen und Buben erfahren eine zeitlich und qualitativ gleichwertige Zuwendung und Aufmerksamkeit der Fachkräfte.
Auf den Abbau von Statusunterschieden zwischen Buben und Mädchen wird geachtet.

 

Methoden:
Gespräche im Stuhlkreis, Bilderbücher, Rollenspiele, Puppentheater

 

Natur- und Umwelterziehung
- Elementare Einsichten in Sinn- und Sachzusammenhänge gewinnen
- Interesse an der Umwelt und Natur wecken
- Umwelt mit allen Sinnen wahrnehmen
- Einzelne Umwelt- und Naturvorgänge bewusst beobachten und sich damit auseinandersetzen
- Häusliche Lebensgewohnheiten einüben
- Eine unmittelbare Beziehung zu Pflanzen und Tieren aufbauen
- In seinem Naturverständnis und seiner Einsicht in elementare physikalische Gesetzmäßigkeiten gefördert werden
- Verantwortliches Verhalten und Wertschätzung gegenüber der Natur fördern
- Menschen und Verhältnisse anderer Länder und früherer Zeiten kennen lernen
- ein Bewusstsein für eine gesunde Umwelt entwickeln

 

Methode:
Wir sind möglichst oft im Garten, beobachten die jahreszeitlichen Veränderungen in unseren Breiten – Ausgänge ins Dorf, zur Feuerwehr, zum Wertstoffhof, in den Wald, zum Weiher, Besuche im Kloster, beim Altenclub, am Bauernhof, Sammeln und Bestimmen von Blumen und anderen Naturmaterialien, Sachbücher und Geschichten zu bestimmten Themen, Projekte, Experimente – Anlegen eines Blumen- und Gemüsebeetes, Kräuterschnecke, umweltgerechte Pausenbehälter, Mülltrennung

 

Naturwissenschaftliche und technische Bildung

- Erfahrungen mit naturwissenschaftlichen und technischen Gegebenheiten sammeln ( Magnetismus; verschiedene Stoffe, wie fest, flüssig, gasförmig;   Elektrizität)
- Vorgänge in der Umwelt beobachten und Fragen ableiten z.B. Licht und Schatten, Sonnenstand, Wetter...
- Naturgesetze erfahren und deren Bedeutung anhand überschaubarer Experimente verstehen lernen
- Im Umgang mit einfachen Materialien, Gebrauchsgegenständen und Werkzeugen Fertigkeiten erlangen
- Öffentliche Einrichtungen, die Arbeitswelt, die Welt der Technik und des Verkehrs kennen lernen und sich darin richtig verhalten können
- Partnerschaftliche Zusammenarbeit beim Lösen technischer Fragestellungen erfahren

 

Methode:
Verschiedene Spielmaterialien z.B. Magnete, Bau- und Konstruktionsmaterialien, Durchführen verschiedener Experimente in den unterschiedlichsten Bereichen, Projekte zu entsprechenden Themen, Arbeiten an der Werkbank, Zerlegen und Reparieren von Geräten, verschiedene Sachbücher, Poster, verschiedene technische Geräte

 

Mathematische Bildung
- Eigene Körperwahrnehmung, Körperschema als Grundlage räumlicher Orientierung
- Wahrnehmung und Erfahrung von Räumen und Rauminhalten
- Gespür entwickeln für Zeit und Zeiträume
- Entwicklungsangemessener Umgang (erkennen, zuordnen, vergleichen, benennen) von Zahlen, Mengen, geometrischen Formen, Längen, Gewichten, Geld

 

Methode:
Mathematische Inhalte sind in den gesamten Tagesablauf eingebunden.
Im Stuhlkreis zählen wir, wie viele Kinder anwesend sind - wie viele Kinder müssten wir sein? – wie viele Kinder fehlen?
Der Blick auf den Kalender und die Uhr lassen uns ein Zeitgefühl entwickeln, ebenso Gespräche über gestern, heute und morgen. Die Einteilung des Tages und die Planung von verschiedenen Aktionen geben den Kindern Orientierung.

In unserer Einrichtung sind Zahlen überall präsent. Auch viele Finger- Tisch-, Würfel- und Kreisspiele enthalten mathematische Inhalte.
Im Bau- und Konstruktionsbereich können viele mathematische Aspekte praktisch erfahren und erprobt werden. Gezielte Angebote in den verschiedenen mathematischen Bereichen tragen ebenfalls zur mathematischen Bildung bei. Der Umgang mit Geld wird erprobt bei Einkäufen, beim Bezahlen vom Kochgeld, Fotos. Beim Kochen werden Zutaten abgewogen, Flüssigkeiten gemessen, Gedecke abgezählt. Beim Legen von Mustern mit gleichen oder verschiedenen Materialien, beim Auffädeln von Perlen, werden erste geometrische Muster erkannt und zugeordnet, Reihen fortgesetzt, selbst erfundene Muster kreiert. Anhand einer Meßlatte messen wir die Körpergröße aller Kinder und schauen, wer größer, wer kleiner ist und wie sehr die Kinder innerhalb eines Jahres gewachsen sind.

 

Rhythmisch-musikalische Erziehung

- Seelisch-geistige Kräfte in richtigem Verhältnis von Spannung und Entspannung freisetzen
- Spielend Raum und Zeitdimensionen erfahren lassen
- Den spielenden Umgang mit der Sprache und ihren musikalischen Elementen ermöglichen
- Sinn für Klangqualität, Rhythmus und Melodie entwickeln
- Konzentration- und Reaktionsvermögen im Hören und Reagieren auf Geräusche, Klänge und Rhythmen fördern
- Dem Kind im Gestaltungsspiel die Möglichkeit geben, sich selbst und die Gruppe im Wechsel gegenseitiger Anpassung zu erfahren
- Die Kinder sollen ermutigt werden, gemeinsam zu singen
- Gelegenheit erhalten, verschiedene Musikinstrumente und die musikalische Tradition ihres Kulturkreises sowie fremder Kulturkreise kennenzulernen
- Erwerb von verschiedenem Liedgut
- Kreativer Umgang mit Musik (Tanz, Bewegung, Singspiele, Darstellen von Stimmungen, Malen nach Musik)
- Hören von Musik


Methode:
Regelmäßige Rhythmikstunden.
Tägliche Singspiele, Lieder zur Jahreszeit, zu religiösen Festen – Umgang mit einfachen Instrumenten.
Feste im Jahreskreis werden musikalisch untermalt (Lieder, Tänze)
Neben der aktiven Musikgestaltung stehen den Kindern auch CDs vielfältigster Art zur Verfügung, die sie je nach Bedarf einsetzen können.
Unserem Kindergarten wurde im Juni 2002 für beispielhaftes musikalisches Wirken vom Deutschen Sängerbund die Auszeichnung FELIX verliehen.

 

Bewegungserziehung und Förderung, Sport
Der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes Raum geben
- Freude an Bewegung wecken
- Möglichkeiten für Bewegung schaffen
- Motorische Fähigkeiten erproben, weiter entwickeln
- Körpergefühl und Körperbewusstsein entwickeln
- Körperliche Geschicklichkeit und Sicherheit entwickeln
- Das Körpergefühl lebendig erhalten und differenzieren

 

Methode:
Besonders der Gangbereich mit dem Kugelbad, der Turnraum und der Garten bieten während der Freispielzeit den Kindern vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Einmal bieten wir wöchentlich gebundene Turnstunden pro Gruppe an.

 

Spracherziehung
- Fähigkeit zur Sprachgestaltung fördern
- Eigene Bedürfnisse und Empfindungen ausdrücken
- Erlebnisse und Gedanken mit anderen austauschen
- Einfachere Zusammenhänge schildern
- Gestaltete Sprache wie Reime, Gedichte, Lieder und Geschichten erleben, verstehen und selbst Sprache gestalten
- Sprachschwierigkeiten vermindern oder beheben
- Geschichten zusammenhängend erzählen können
- Sprechfreude wecken
- Kreativer Umgang mit Sprache
- Erweiterung des aktiven und passiven Wortschatzes
- Begriffs- und Lautbildung
- Aktiv zuhören können
- Phonologische Bewusstheit fördern (z.B. Silben klatschen)
- Die Pflege des bayerischen Dialektes, aber auch die Förderung der Schriftsprache
- Neugierde auf fremde Sprachen wecken
- Zu Kindergartenbeginn wird an Hand des SISMIK (Beobachtungsbogen zum Sprachverhalten bei Migrantenkindern) ermittelt, ob Vorkurse notwendig sind. Gegebenenfalls wird ein Deutschkurs in Zusammenarbeit mit der Schule organisiert.
- Ab der ersten Hälfte des vorletzten Kindergartenjahres vor der Einschulung wird der Sprachstand von deutschsprachigen Kindern anhand des Beobachtungsbogens „Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern (SELDAK)“ erhoben.

 

Methode:
Märchen, Bilderbücher, Geschichten, Gespräche, Fingerspiele, Spiele, Diskussionen, Aushandeln von Regeln im Kreis, Konfliktlösungen im Gespräch – Teilgruppenangebote zur Sprachförderung in Form von Spielen(z.B. Würzburger Trainingsprogramm zur Vorbereitung auf den Erwerb der Schriftsprache) – Einzelförderung während der Freispielzeit – Betreuung bei Bedarf durch den pädagogisch-psychologischen Dienst (PPD) des Caritasverbandes

 

Religiöse, ethische Erziehung und Bildung
- Ehrfurcht vor Gott und Achtung vor den Menschen wecken
- Feste im Jahreskreis feiern und vorbereiten lernen
- Vermitteln religiöser, ethischer Werte
- Sich der Pfarrei zugehörig fühlen
- Zusammenarbeit mit den kirchlichen Institutionen der Pfarrgemeinde (Frauenbund, Jugendgruppen, Kirchenverwaltung, Pfarrbüro) pflegen
- Regelmäßige Besuche des Pfarrers im Kindergarten
- Erfahren von Vertrauen und Geborgenheit
- Zuversicht erfahren, dass Gott in jeder Situation da ist
- Aus dieser Gewissheit heraus kann der Mut wachsen, einerseits Erfahrungen von Angst, Einsamkeit, Misserfolg, Verlust, Krankheit und Tod aus eigenen Kräften durchzustehen und andererseits Begabungen, Freundschaften und Glück wahrzunehmen und sich darüber zu freuen.

 

Methode:
Wir feiern die religiösen Feste im Jahreskreis – wir vermitteln religiöse, ethische Werte in Form von Märchen, religiösen Erzählungen, Kett-Angeboten, Meditationen, Gesprächen bei Konfliktsituationen – wir sind fest in die Pfarrgemeinde eingebunden mit Kinder- und Familiengottesdiensten.
Religiöse Lieder und Gebete gehören zum täglichen Ritual.


Schulvorbereitung und Zusammenarbeit mit der Grundschule
Ein sehr wichtiges Ziel unserer Arbeit ist es, die Kinder auf die Schule vorzubereiten. Deshalb arbeiten wir auch mit der Grundschule zusammen, in Form von Schulvorbesuchen.
Das gesamte von uns angebotene Spielmaterial dient der Vorbereitung auf die Schule.
In Teilgruppenangeboten nur für die Schulanfänger werden besondere Bastelangebote, Verkehrserziehung, Turnstunden, Malblätter usw. angeboten.
Das freie Spiel, die Besuche in anderen Gruppen und das Spiel im Gang- oder Turnbereich sollen die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Kinder fördern und sich damit positiv auf die Schulfähigkeit der Kinder auswirken.

 

Methode:
Verschiedene Spielmaterialien z.B. Magnete, Bau- und Konstruktionsmaterialien, Durchführen verschiedener Experimente in den unterschiedlichsten Bereichen, Projekte zu entsprechenden Themen, Arbeiten an der Werkbank, Zerlegen und Reparieren von Geräten, verschiedene Sachbücher, Poster, verschiedene technische Geräte

 

Maßnahmen zur Verhinderung von Entwicklungsrückständen und Projekte zur Suchtprävention
- Gespräche mit der jeweiligen Gruppenerzieherin bei Auffälligkeiten in der Entwicklung des Kindes sind jederzeit nach Terminabsprache möglich
- Vermittlung an Fachdienste durch die Erzieherin
- Zusammenarbeit mit dem pädagogisch- psychologischen Dienst (PPD) des Caritasverbandes Passau ( Sprachförderung, Beratungsgespräche und Entwicklungstests mit Fachkräften sind im Kindergarten möglich)
- Zusammenarbeit mit Logopäden, Ergotherapeuten, Psychologen, Frühförderung,
- Zusammenarbeit mit der schulvorbereitenden Einrichtung der Förderschule
- Zusammenarbeit mit dem Jugendamt
- Zusammenarbeit mit der Schule
- Gespräche mit den Kindern über Suchtgefahren (Rauchen...)
- Das Personal trägt dafür Sorge, dass die Kinder im Kindergarten positive Vorbilder erleben.
- Es besteht Rauchverbot im Kindergarten und auf dem Kindergartengelände.

Unsere Kinder haben verschiedene Bedürfnisse:
- Sie wollen aktiv sein.
- Sie wollen die Welt mit allen Sinnen erfahren.
- Sie wollen nicht immer beobachtet werden und brauchen Freiräume.
- Sie wollen alles selber können.
- Sie wollen mitbestimmen.
- Sie brauchen feste Bezugspersonen.
- Sie brauchen feste Regeln und Grenzen.
- Sie brauchen Zeit und Raum.
- Sie brauchen Freunde.
- Sie sind experimentierfreudig.
- Sie wollen sich in einer Gruppe bewähren und angenommen werden.
- Sie wollen sich selbst durch andere erfahren.
- Sie brauchen Liebe und Anerkennung.
- Sie brauchen Begleiter, die sie zum Nachdenken anregen.
- Sie brauchen Begleiter, mit denen sie „lernen können, wie man lernt“.
- Sie brauchen vielfältige Anregungen, um ihre Persönlichkeit entwickeln zu können.

Wie kommen wir den Bedürfnissen der Kinder entgegen?
Wir sehen uns als Partner für Kinder und Eltern und möchten die Erziehungsarbeit der Eltern ergänzen. Wir möchten Geborgenheit vermitteln und Zeit haben zur rechten Zeit.
Wir nehmen jedes Kind so an, wie es ist.
Wir geben den Kindern Unterstützung, wenn sie Hilfe brauchen.
Wir bereiten Materialien und Räume kindgerecht vor.
Wir handeln nicht „für“, sondern „mit“ den Kindern.
Wir wollen eine aufmerksam beobachtende Haltung gegenüber dem Kind einnehmen.
Wir sehen das Spiel als Grundprinzip kindlichen Lernens.
Wir wollen das Kind zur Neugierde animieren, um selber Antworten zu finden.

 

zum Impressum